demir muhamed3Kommt am 13. Spieltag Bewegung ins Schneckenrennen am Oberliga-Tabellenende? SuS Stadtlohn (9 Punkte), Spvgg. Erkenschwick (8), SC Paderborn 7 II (7) und ASC Dortmund (6) drohen jedenfalls frühzeitig den Anschluss zu verlieren. Es sei denn, eins der Kellerkinder „haut“ endlich mal einen raus. Das hoffen sie in Stadtlohn, Erkenschwick, Paderborn und Dortmund seit Wochen.

 

 

Stabilitätsfaktor in der Erkenschwicker Defensive: Muhamed Demir (M.). Foto: Krimpmann

 

Spvgg. und SCP haben nun im direkten Duell die Gelegenheit, die sportliche Krise etwas zu lindern, was im Umkehrschluss bedeutet: Wird es wieder nichts mit einem „Dreier“, dürfte die Luft langsam dünn werden, an der Pader wie am Stimberg. „Wir müssen liefern, das ist nicht die Frage“, sagt Erkenschwicks Trainer Zouhair Allali. Bleibt die Frage nach dem „wie“.

Der Übungsleiter spricht von einer intensiven Trainingswoche: Geredet wurde viel, aber so neu ist das nicht am Stimberg, wo jeglicher Funke Hoffnung, wie er zuletzt immer wieder mal aufblitzte, umgehend erstickt wurde und die Stimmung mit den Ergebnissen gleich mit in den Keller ging.

Allali sagt, die Mannschaft habe hoffentlich die richtigen Schlüsse gezogen. „Die einzige Chance, die wir haben, ist die, dass alle an einem Strang ziehen“, sagt der Trainer. Auch das ist keine neue Erkenntnis, wurde in dieser Woche aber noch einmal ausgiebig erörtert.

Dass die Spvgg. bis auf zwei Unentschieden gerade am Stimberg noch nichts gerissen hat, sei dabei eine Sache. „Das ist keine Belastung, das sollte eher Motivation sein“, wie der Übungsleiter sagt.

Dass der Gegner Paderborn heißt und es gerade mal auf kümmerliche sieben Saisontore gebracht hat (selbst die Spvgg. kommt mit einem Spiel weniger auf 13 Treffer), will Allali nicht kommentarlos hinnehmen: „In unserer Situation ist es vielleicht sogar der falsche Gegner: Paderborn kann von oben nachlegen, wir nicht.“

Lubkoll ist wieder im Kader

Aber auch sein Team soll unberechenbarer werden. Gerard Lubkoll dürfte nach langer Verletzungspause wieder zum Kader gehören, Neuzugang Leroy Boatey (TuS Ennepetal), ein Linksfuß, ist spielberechtigt und hat in der U23 erste Duftmarken setzen können. Auch Allali selbst dürfte ab sofort auflaufen. „Aber ob das im Moment so klug wäre?“, fragt der 34-Jährige.

Auf jeden Fall, verspricht der Erkenschwicker Trainer, werden die Umbaumaßnahmen in seinem Kader anders ausfallen als zuletzt, getreu dem Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann? „Es wird sich was ändern, genug Möglichkeiten hatten einige zuletzt bekommen.“

Zwar wäre angesichts des Schneckenrennens im Tabellenkeller auch bei einem Misserfolg Anfang November nichts verloren. Aber die beständige Unbeständigkeit nagt mittlerweile. Allali weiß: Im Fußball zählen nur Erfolgserlebnisse. „Und die müssen wir eben erzwingen.“

von Olaf Krimpmann

Spvgg. Erkenschwick - SC Paderborn II, So., 14.30 Uhr,

Stimberg-Stadion Ticker: www.stimberg-zeitung.de

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