lubkoll gerard 4Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Es ist gut möglich, dass an diesem Samstagnachmittag vor dem Nachholspiel der Spvgg. Erkenschwick gegen SuS Neuenkirchen (16 Uhr, Kunstrasenplatz Stimberg-Stadion) ein neuer Name auf dem Erkenschwicker Spielberichtsbogen stehen wird. „Ich werde mal die Tasche mitbringen“, sagt Trainer Zouhair Allali. Ob der 34-Jährige nun wirklich sein Comeback auf dem Spielfeld feiern wird, ist zwar nicht „amtlich“.

 Auch sein Einsatz ist höchst fraglich: Gerard Lubkoll, der gerade erst aus einer Verletzungspause gekommen ist. Foto: Krimpmann

 Denn viel lieber würde Allali von außen Einfluss nehmen auf das Spiel, wo er den besten Überblick hat. „Optimal wäre der Zeitpunkt natürlich nicht“, räumt der A-Lizenzinhaber ein. „Aber wann wäre er das schon?“

Optimal ist in diesen Tagen nicht wirklich viel am Stimberg. Die sportliche Ausbeute ist mies, die Stimmung innerhalb der Mannschaft dürfte auch nicht die beste sein. Eugene Ofosu-Ayeh wird keine Rolle mehr spielen unter Trainer Allali, ob weitere Spieler vom Bann des Übungsleiters getroffen werden („Einige sind angezählt!“), ist noch offen.

„Wir haben viel trainiert in dieser Woche – und noch mehr geredet“, schildert Zouhair Allali. Der hatte nach dem 0:4 von Stadtlohn die Charakterfrage gestellt. Sein Credo: Wenigstens kämpfen und sich wehren müsse die Mannschaft.

Was vor allem aufs Nachholspiel gegen Neuenkirchen zutrifft. Lange Zeit schienen die Münsterländer in Reichweite zur Spvgg. zu sein, was nicht nur Allali schwer verwunderte: „Das ist eine spielstarke Mannschaft. Dass die so schwer aus den Startlöchern gekommen ist, war für mich eine Überraschung.“

Zuletzt fuhr die Mannschaft von Trainer Tobias Wehmschulte einige wichtige Punkte ein und setzte sich mit jetzt 14 Zählern und zwei Spielen weniger als der Tabellen-16. SC Paderborn II, der Stand heute auf dem ersten Abstiegsplatz stehen würde, schon ein wenig ab von der akut gefährdeten Zone. In der scheinen nur die Schwarz-Roten und ASC Dortmund festzementiert.

Vier Wochen Sperre für Okan Solak

Welcher Formation Zouhair Allali heute sein Vertrauen schenken wird, scheint noch vollkommen offen. Bis Freitagmittag hätte die Devise lauten können: Alles, was fit ist und nicht gesperrt, hat einen Platz in der Startelf sicher.

Okan Solak hat nach seinem Einsteigen von Stadtlohn eine vierwöchige Rotsperre abzusitzen, Dennis Konarski und Dennis Weßendorf haben sich jeweils die fünfte Gelbe Karte eingefangen und müssen ebenfalls zwangspausieren.

Die Einsätze der angeschlagenen Gerard Lubkoll, Sandro Stellmach und Marvin Kröger sind dazu höchst fraglich. „Uns bleiben 14 Spieler, wenn ich alles richtig zusammenzähle“, sagt Zouhair Allali – der Trainer ist dabei mit eingeschlossen.

von Olaf Krimpmann

Spvgg. Erkenschwick - SuS Neuenkirchen; Sa., 16 Uhr – Kunstrasenplatz Stimberg-Stadion

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