sawatzki19Sieben Kilogramm hat Zouhair Allali in den vergangenen Wochen verloren, Diät gehalten. Bewusst, wie der Trainer von Oberligist Spvgg. Erkenschwick sagt. Dass man das seinem Comeback am Samstag gegen SuS Neuenkirchen (1:1) ansah, blieb nicht aus. Wobei Allali noch lange kein fußballerisches Leichtgewicht ist. Im zentralen Mittelfeld sorgte er mit der Ruhe eines 35-Jährigen für Ordnung und vor dem Tor bisweilen sogar mehr Gefahr als manch anderer auf dem Feld. Am Spielfeldrand unter den Zuschauern nahm man die Rückkehr Allalis aufs Spielfeld positiv auf.

Der Kapitän schöpft wieder frischen Mut: David Sawatzki im Spiel gegen Neuenkirchen. Foto: Krimpmann

  Dabei war das Comeback einzig dem personellen Notstand geschuldet, wie Allali versichert. Nach 67 Minuten verließ der Trainer das Spielfeld: „Mehr ging nicht.“

Allalis erfolgreiche Rückkehr auf den Platz ließ die personellen Turbulenzen der vergangenen Woche ein wenig in den Hintergrund rücken. „Wie wir heute zusammengearbeitet haben, war das schon ein kleines Zeichen“, meinte nach Spielschluss Kapitän David Sawatzki. „Wir waren in den Zweikämpfen, haben alle viel investiert.“ Für „Sawa“ steht daher fest: „Die zweite Halbzeit macht Mut.“

Abgefahren scheint der Zug im Abstiegskampf schließlich noch lange nicht. Eine klare Vorgabe gibt es dabei nicht. Sawatzki: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel. Wir sind ja nicht gerade in der Situation zu sagen, wir gewinnen mal eben drei Spiele in Folge.“ Der nächste Gegner, Regionalligaabsteiger TuS Erndtebrück, hat es am kommenden Sonntag auch in sich.

Dann stehen zumindest die gegen Neuenkirchen gelbgesperrten Dennis Weßendorf und Dennis Konarski wieder zur Verfügung. Nach seinem Comeback wäre es nicht verwunderlich, wenn auch Zouhair Allali erneut seine „Pöhler“ einpacken würde. Und sei es wieder nur für 67 Minuten: Dieser Mannschaft hilft er damit auf jeden Fall.

von Olaf Krimpmann

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