lubkoll gerard 5Zumindest den Respekt des Gegners und den Rückhalt der eigenen Fans hat sich die Spvgg. Erkenschwick in der Oberliga zuletzt zurückerarbeitet. Aber was würde Trainer Zouhair Allali darum geben, sollten zum Beifall endlich auch mal Punkte kommen? „Wir sind dran“, sagt der A-Lizenzinhaber. „Viel näher, als wir es vor ein paar Monaten waren.“ Doch wie nah nah wirklich ist, das wird am Sonntag von einem echten Spitzenteam geprüft.

 

Der Einsatz stimmt, der Ertrag (noch) nicht: Gerard Lubkoll (r.) und die Spvgg. Erkenschwick zeigten beim SC Roland trotz Niederlage eine gute Leistung.  Foto: Thomas Braucks

Mit dem Tabellendritten Hammer SpVg. gastiert erneut eine Mannschaft auf dem Kunstrasenplatz am Stimberg-Stadion, die das Zeug dazu hat in die Regionalliga aufzusteigen. 

Vor zwei Wochen hatte der TuS Erndtebrück seine Visitenkarte abgegeben, ein ähnliches Kaliber wie Hamm.

„Neuenkirchen, Erndtebrück, zuletzt Beckum waren Spiele, die uns nach vorne gebracht haben“, sagt Zouhair Allali. Vom Engagement, von der Zweikampfführung, vom Miteinander auf dem Spielfeld her hat der Trainer seine Elf offenbar dort, wo er sie schon lange haben wollte.

Ärgerlich nur, dass aus jenen drei Spielen nur ein einziger Punkt eingefahren wurde. Die Folgen sind bekannt: Die rote Laterne leuchtet am Stimberg. Fatal dabei: Beim SC Roland (1:3) haute sich die Spvgg. die Bälle quasi selbst ins eigene Tor.

Allali: „Das war bitter, denn wir waren klar besser. Natürlich haben wir in der Woche erst noch unsere Wunden geleckt. Aber insgesamt war es eine ordentliche Trainingswoche, die Jungs sind sehr fokussiert aufs nächste Spiel.“

Dass dies gegen einen Aufstiegsanwärter stattfindet, ist für den Erkenschwicker Trainer Nebensache: „Hamm hat Möglichkeiten, von denen wir nur träumen können. Natürlich wird das eine Herausforderung, aber welche Spiele sind für uns schon einfach? Holen wollen wir immer was, auch gegen Hamm.“

Personell scheint die Lage bei den „Schwickern“ gut zu sein: Bis auf Enes Coemez (Grippe) und Jannick Bröcker (Fußprellung) kann Zouhair Allali wohl mit den Spielern planen, die ihn zuletzt überzeugen konnten.

Von Olaf Krimpmann

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