ovelhey andreas 01Die Spvgg. Erkenschwick gewinnt den Schlägel&Eisen-Cup des SV Vestia Disteln. Im Finale schlägt der Westfalenligist  Gastgeber mit 2:1. Timo Conde trifft mit dem letzten Schuss.

Ein paar mickrige Sekunden trennten den SV Vestia Disteln vom Elfmeterschießen und einer kapitalen Überraschung beim eigenen Schlägel&Eisen-Cup.Bei der letzten Attacke der Spvgg. Erkenschwick fiel der Ball Timo Conde etwas glücklich vor die Füße.

Der Außenseiter haut sich rein: Vestia Distelns Janik Bröker (vorn) klärt im Finale vor dem Erkenschwicker Andreas Ovelhey.

Der Angreifer des Westfalenligisten zog ab – und traf zum 2:1 in Toreck. Schiedsrichter Dominic Nosing pfiff nicht mehr an, sondern machte Schluss. Der Titelverteidiger durfte Vestias stattlichen Pokal gleich wieder mit nach Hause nehmen – inklusive 400 Euro Preisgeld.

Dass seine Mannschaft es so spannend gemacht hatte, nahm Trainer David Sawatzki ihr nicht krumm: „Defensiv haben wir es ordentlich gemacht, wir haben wenig zu gelassen. Nach vorn lahmt unser Spiel noch.“ Ein Grund: die unglückliche Vorbereitung mit vielen Ausfällen.

Stöhrs Kunstschuss bringt Erkenschwick ins Finale

So erreichten die Schwarz-Roten das Endspiel auch nur durch ein ebenso sehenswertes wie ungewöhnliches Tor: Gegen Landesliga-Spitzenreiter Wacker Obercastrop zog Leon Stöhr den Ball von der linken Außenbahn Richtung Tor. Der Ball flog und flog – und rutschte Wackers zwei Meter langen Torhüter Christopher Ebeling über den Handschuh ins lange Eck – 1:0.

Rundum zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Vestias Trainer Roman Stöckl. Trotz des späten Knockouts im Finale. Mit Recht: So stark hatte sich der Bezirksligist beim eigenen Turnier noch nie präsentiert. „Wir wollten mutig spielen, auch Erkenschwick ein bisschen stressen. Das haben die Jungs gut gemacht“, fand Stöckl.

Kenzlers macht es wieder spannend

Den Unterschied von zwei Klassen vermochte der Bezirksligist vorzüglich zu kaschieren. Die Spvgg. ging durch einen Treffer von Skandar Soltane in der ersten Hälfte in Führung. Fünf Minuten vor dem Ende glich Kevin Kenzlers mit einem Lupfer über Spvgg.-Torhüter Philipp Amft zum 1:1 aus.

Schon zum Auftakt des Turniers, im ersten „Halbfinale“, hatte derSV Vestia gegen den TuS 05 Sinsen überzeugt. Nusret Miyanyedi brachte den Westfalenligisten per Foulelfmeter in Führung. Philipp Müller per Freistoß und Phil Janicki mit einem Schuss in den Winkel drehten den Spieß. Marius Speker schaffte mit einem krachenden 20-Meter-Schuss das 2:2 für Sinsen.

Sinsen glücklos vom Punkt

Im Elfmeterschießen aber setzte sich Vestia Disteln mit 5:4 durch. Sinsen zeigt Nerven vom Elfmeterpunkt Auch nach dem Spiel um Platz drei zeigten Sinsens Schützen Nerven: 1:1 stand es gegen Wacker Obercastrop nach 2x30 Minuten.

Marius Speker hatte nach einem kuriosen Sinsener Eigentor (das Abwehrmann Tugay Tekin und Torhüter Simon Werner produzierten) ausgeglichen. Vom Punkt aber war der TuS 05 erneut nur zweiter Sieger – diesmal mit 2:4. „Das war hoffentlich das letzte Elfmeterschießen in dieser Saison“, kommentierte Trainer Michael Schrank.

von Thomas Braucks / Medienhaus Bauer

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