matlik2Artur Matlik schätzt und kennt die Spvgg. Erkenschwick schon lange, als Traditionsverein, und immer mal wieder hat er mit seinen bisherigen Klubs auch gegen das Team vom Stimberg gespielt, zuletzt, erinnert er sich, vor drei Jahren mit dem SC Preußen Münster. Dass das Team den Aufstieg in die NRW-Liga geschafft hat, hat er natürlich registriert, andererseits hat er in seinem ersten Seniorenjahr schon mal gegen die Erkenschwicker gekickt: „Irgendwie hat mich der Name Spvgg. Erkenschwick immer begleitet, es gab immer mal wieder Berührungspunkte.“

 

Seit diesem Winter ist es Artur Matlik, der die Spvgg. Erkenschwick begleitet, aktiv, ganz aktuell ab Sonntag, dem Punktspiel-Wiederbeginn für die Erkenschwicker bei ETB SW Essen, im Kampf um den Klassenerhalt.

Erkenschwicks Trainer Stefan Blank und Matlik kennen sich schon aus A-Jugendzeiten. Als sich Matlik zuletzt, da hatte er für den Westfalenligisten Hombrucher SV gespielt, fragte, ob er vielleicht komplett aufhören soll, da ergab sich im Gespräch mit Blank die Frage: Ob sich Artur Matlik nicht vorstellen könnte. . .? Er konnte: „Die Spielvereinigung ist ja nicht irgendein Verein im Westen.“

Dass er schon ans Aufhören gedacht hatte, hatte mit seinen letzten Erfahrungen zu tun. „Manche Dinge brauche ich nicht mehr. Für mich zählt Fußball als Mannschaftssport, sonst wäre ich Tennisspieler geworden. Es geht im Fußball nicht, dass sich Spieler ausschließlich für ihre eigenen Sachen interessieren.“

Kein Wunder deshalb, dass Matlik an der Spvgg. Erkenschwick vor allem eine „familiäre Atmosphäre schätzt. Hier kennt jeder jeden, der Zusammenhalt ist groß, ist nicht so anonym, wie ich es anderswo schon erlebt habe.“

Der langjährige Regionalliga-Spieler (170 Einsätze für die SG Wattenscheid 09, Wuppertaler SV und SC Preußen Münster) sieht gute Grundvoraussetzungen für sein neues Team im Ringen um den Klassenerhalt: „Die Mannschaft ist jung und unbekümmert, sie ist willig, bereit, die Spieler tun alles. Entscheidend ist, dass alle motiviert sind.“

Matlik, dessen Engagement am Stimberg zunächst für anderthalb Jahre abgesprochen worden ist, gehört als C-Lizenzinhaber zum Trainerteam, hat zum Beispiel auch den nächsten Gegner ETB SW Essen beobachtet. Aber auf dem Platz, betont der Routinier, verstehe er sich als „ein Elftel“ der Mannschaft: „Ich werde mich so einbringen, wie jeder andere Spieler auch. Da ist jeder gefordert.“

Die Bedeutsamkeit des Starts in Essen beurteilt Matlik betont sachlich: „Ist der Start positiv, macht das unsere Arbeit leichter. Ist er nicht wunschgemäß, haben wir ja immer noch einiges abzuarbeiten.“ Optimistisch ist der 33-Jährige allemal, schließlich: „Die Rückrunde ist noch lang.“ Seit dieser Woche stehen mit dem zurückgezogenen 1. FC Kleve und dem Demnächst-Rückzieher FC Wegberg-Beeck schon zwei Absteiger fest.

Trotzdem bleibt die Aufgabe bei der Spvgg. Erkenschwick eine besondere Herausforderung, und da ist auch noch Matliks eigene: „Mein Anspruch ist guter Fußball.“ Auch der ist eine Frage der Teamarbeit.

von Stephan Falk / WAZ, Vest

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