Kann mit der Vorrunde sicherlich zufrieden sein: ESV-Coach Magnus Niemöller.Bereits vor dem Spiel gegen den TuS Heven hatte sich Magnus Niemöller zufrieden mit der Hinrunde in der Westfalenliga gezeigt. Nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg der Spvgg. Erkenschwick zum Abschluss der Hinrunde kann der Erkenschwicker Trainer an die erste Saisonhälfte noch eine schmucke Schleife binden.

Sein Team liegt knapp hinter der SG Wattenscheid 09 auf Platz zwei und damit voll auf Kurs. Das vor der Saison erklärte Ziel, die direkte Qualifikation für die wegen der Ligenreform neue Westfalenliga scheint bereits beschlossene Sache.

Erst recht, wenn die Erkenschwicker auch in der Rückrunde, die am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn beginnt und gleichzeitig das Jahr beschließt, an der erfolgreichen Heimbilanz weiterstricken. Am Stimberg hat das Niemöller-Team nur zwei Punkte liegen lassen, gewann sieben von acht Spielen und ist das heimstärkste Team. Diesmal bekam das der TuS Heven zu spüren.

Allerdings erst spät. Bei einer Zusammenfassung für das Fernsehen wäre fast die Platzwahl noch die unterhaltsamste Szene gewesen und Bilder aus dem ersten Abschnitt hinfällig. Übertroffen wurde sie in Sachen Spannung nur durch eine Chance von Mittelstürmer Stefan Oerterer, der nach 36 Minuten im Strafraum frei zum Schuss kam aber zu schwach abschloss. Chancen für Heven gab es nicht. Auch – aber nicht nur – weil die Erkenschwicker defensiv recht sicher, gut geordnet standen und in Nils Eisen einen Spielführer und Abwehrmann mit Übersicht und guter Zweikampfführung hatten. Er löste etliche Hevener Angriffe bereits im Ansatz auf, hatte in Tim Brüggenkanmp und Kevin Kokot zudem zuverlässige Nebenleute. Auch der Rest der Erkenschwicker hat verinnerlicht, dass der Weg zum Erfolg über eine sichere Defensive führt.

Die Grundlage stimmte. Nach dem Wechsel dann auch die Trefferquote. Allerdings benötigte Stefan Oerterer diesmal einen Strafstoß, um sein 15. Saisontor zu erzielen. Der lauffreudige Philipp Rosenkranz hatte nach einer Stunde Spielzeit im Strafraum dankbar einen leichten Trikot-Zupfer seines Gegenspielers angenommen. Schiedsrichter Max Dering stand gut, entschied sofort. Genau so sicher entschied Oerterer den Vergleich mit Torwart Marvin Weusthoff für sich, traf zum 1:0. Das Spiel war vorzeitig entschieden. Endgültig war es das, als zehn Minuten später Kevin Kokot einen flotten Angriff über die rechte Seite mit dem 2:0 abschloss. Da fasste sich Niemöller an den Kopf, wollte es kaum glauben. Es war das erste Saisontor des Defensivspielers. Es war ein wichtiges, weil es den Hevenern die Luft aus der Lunge nahm und die Lust am Spiel, was wiederum für Platz sorgte, den Oerterer noch einmal entscheidend nutzte. Dass er kurz vor dem Ende des Spiel uneigennützig zurücklegte und Sebastian Westerhoff, der nach längerer Verletzungspause sein Comeback gab, damit das 3:0 gestattete, gefiel nicht jedem. „Oe, Oe – Oeee“, hallte es quer über den Platz. Co-Trainer Andreas Letzner machte seinem Ärger Luft. Er hat eine Wette laufen mit Westerhoff, hätte es – nicht ganz ernst gemeint – lieber gesehen, wenn Oerterer wie eine halbe Stunde vorher selber abgeschlossen und im Zweifelsfall auch verschossen hätte. 15 Tore will Westerhoff in dieser Saison erzielen. Letzner hält dagegen. Zehn hat Westerhoff jetzt schon. Noch so eine persönliche Erfolgsgeschichte in der sehr guten Hinrunde der Spvgg. Erkenschwick.

Erkenschwick: Müller - Brüggenkamp, Kokot, Kilian, Ostdorf (89. Siwek), Eisen, Oerterer (88. Glembotzki), Batman (71. Westerhoff), Sawatzki, Rosenkranz, Menne

Heven: Weusthoff - Cetinbag, Heinrich, Kasumi, Krickhahn, Kiral, Hahn, Nyenhuis, Lorenzen, Witt, Abou-Saleh (67. Mudric)

Schiedsrichter: Max Dering (Bielefeld)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0 Stefan Oerterer (62. Foulelfmeter), 2:0 Kevin Kokot (73.), 3:0 Sebastian Westerhoff (87.)

Markus Rensinghoff

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