tus ennepetalDie drei Übungsleiter umarmten sich nach dem Spiel herzlich: der aktuelle, der neue und der Co-Trainer freuten sich riesig, waren offensichtlich zugleich erleichtert, dass in der Fußball-Westfalenliga der TuS Ennepetal im Spitzenspiel, im Verfolgerduell, die SpVgg Erkenschwick mit 4:1 (3:0) besiegt hatte.


 Helge Martin, Uwe Fecht und Anton Lleshaj hatten allzu gut erkannt, dass es ein hartes Stück Arbeit war, dass trotz der 3:0-Pausenführung, die Dimitrios Ropkas (16.) und Timo Erdmann (34., 41.) sehenswert und mit gütiger Mithilfe des Gäste-Keepers Marcel Müller heraus geschossen hatten, die Partie längst nicht gelaufen war. „Erkenschwick ist schließlich nicht irgendeine Mannschaft. Da muss man immer aufpassen“, so Martin.

Anderer Plan
Klar war auch, dass sich der TuS Ennepetal nach dem Seitenwechsel nicht so präsentiert hat, wie es Helge Martin in der Pause in der Kabine gefordert hatte. „Wir hatten einen anderen Plan“, sagt er. Und so setzte Erkenschwick auf größere Offensive, bestimmte optisch das Geschehen auf dem Kunstrasen im Bremenstadion. Gäste-Trainer Magnus Niemöller hatte zur Pause mit Deniz Fahri Batmann und Alexander Glembotzki (Helge Martin: „Der hat sehr clever gespielt und uns einige Probleme bereitet.“) zunächst zum Seitenwechsel für mehr Druck gesorgt. Später (71.) sorgte der eingewechselte Setzke für mehr Druck. Ennepetal beschränkte sich aufs Kontern, kam aber zuächst kaum sehenswert aus der eigenen Hälfte heraus. Abspielfehler, Gegenstöße, die ins Leere liefen. Es war fast zum Verzweifeln, was die Gastgeber nach der Pause zunächst ablieferten. Im Vergleich zu den ersten 45 Minuten war die Truppe kaum wiederzuerkennen.

Nur gut, dass die Ennepetaler Abwehr stabil stand. Vor allem das Comeback von Stefan Schierbaum im Zentrum, der Vierer-Kette tat den Klutertstädtern gut. Am Rande: Eher zufällig in einem der jüngsten Testspiele empfahl sich Marco Polo für die rechte Defensiv-Position. Sehr zur Freude von Trainer Helge Martin bestätigte er gegen Erkenschwick die guten Eindruck.

Starker Keeper Schulz
Dazu ein starker Keeper Marco Schulz, der insbesondere eine Hundertprozentige von Sebastian Wördehoff entschärfte. Hier hatte im gegnerischen Mittelfeld Dennis Niggeloh den Ball unnötig vertändelt, Stefan Oerterer schaltete am schnellsten und hatte Wördehoff in die gute Schussposition gebracht.

Ein bisschen Glück gehörte auch dazu. Schließlich setzte Stefan Oerterer unmittelbar nach der Pause einen direkten Freistoß aus gut 20 Metern an die Latte. Schulz wäre machtlos gewesen. Bereits vor der Pause hatten Marco Polo (30.) und Kapitän Abdula El Youbari (42.) auf der Linie gerettet.

Andererseits waren die Ennepetal trotz optischer Unterlegenheit nach der Pause mit richtig guten Chancen gesegnet. Tim Erdmann schoss den Keeper an (55.), nachdem er von Sinan Hajra mustergültig angespielt wurde. Zweimal scheiterte Abdulah El Youbari. Zunächst an Gäste-Keeper Müller (62.) nach sehenswerter Kombination von Dimitrios Ropkas und Semih Yigit. Dann schoss er knapp vorbei (64.), als er nach einem Konter exzellent von Dimitrios Ropkas bedient wurde.

Viele Punkte gerettet
Dennoch: Der Eindruck drängte sich auf, dass Erkenschwick durchaus hätte die Partie drehen können. „Die Jungs haben alles gegeben was ging. Leider kam unser Tor zu spät“, analysierte Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller. Und über den unglücklich agierenden Torwart Marcel Müller: „Er hat uns schon viele Punkte gerettet und wird auch in den nächsten Spielen noch viele Punkte retten. Aber in diesen Situationen sah er natürlich nicht so gut aus.“

Heinz-G. Lützenberger

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