Kevin Kokot wird hier unsanft ausgebremst. Foto: KrimpmannAuf der Zielgeraden der Oberliga-Saison 2013/2014 hat es die Spvgg. Erkenschwick erwischt. Auf eigenem Platz gab es für die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller eine 2:3 (0:1)-Niederlage gegen die Hammer SpVg. Es war die erste Niederlage nach zuletzt 13 ungeschlagenen Spielen in Serie.

Der Trainer selbst wirkte nach Ende einer turbulenten Schlussphase aufgeräumt wie selten. Was hätte er auch hadern sollen? Die Gründe für das dritte 2:3 seiner Mannschaft lagen schlussendlich klar auf der Hand.

„Wir haben die zweiten Bälle nicht verteidigen können“, meinte Niemöller und spielte auf die ersten beiden Treffer der Gäste an. Beide Male war ein Freistoß Ausgangspunkt des Geschehens, beide Male durften die Gäste im und am Erkenschwicker Strafraum ungehindert zum Abschluss kommen. Zuerst war es Victor Falk (19.), dann Jochen Höfler (57.) unter tätiger Mithilfe von Schiri Sevinc, der ein klares und für alle im Stadion sichtbares Halten des Hammer Stürmers an Erkenschwicks Kapitän Eisen nicht ahndete. So durfte Höfler gleich zweimal frei zum Abschluss kommen (beim ersten Mal scheiterte er an Spvgg.-Schlussmann Ditterle).

Es war kein fußballerischer Leckerbissen, aber einen kleinen, feinen Höhepunkt hatte das Spiel in der 55. Minute, als Sebastian Westerhoff aus 25 Metern Maß nahm und unhaltbar zum zwischenzeitlichen 1:1 traf. „Das Tor zeigt eben die Qualität dieses Spielers“, erkannte Hamms Trainer Sven Heinze den filigranen Schuss des Erkenschwicker Spielmachers an.

Echte Höhepunkte waren Mangelware

Hätte es gestern doch mehr solcher Szenen gegeben, das Spiel hätte einen anderen Verlauf nehmen können. Aber wie unzufrieden auch Trainer Magnus Niemöller mit der lange Zeit recht uninspirierten Spielweise seiner Mannen war, zeigte die 70. Minute, als der Übungsleiter zum großen Rundumschlag ausholte und sein Wechselkontingent mit einem Male ausschöpfte.

Es war ein erfolgreicher Schachzug. Auch wenn seine Mannen in der 82. Minute noch einmal klassisch zum 1:3 durch Victor Falk ausgekontert wurden, geschlagen gaben sich die Schwarz-Roten damit nicht. Auch wenn die spielerischen Mittel gestern nicht ausreichten, um eine ganz und gar nicht sattelfeste Hammer Mannschaft auszuhebeln, die Moral am Stimberg ist und bleibt intakt.

In der Schlussphase wurde es noch ein richtig intensives Spiel, in dem die Platzherren endlich zu mehreren guten bis sehr guten Schusschancen kamen.

Aber sowohl Stefan Oerterer als auch weit in der Nachspielzeit Aaron Vasiliou verzogen im Hammer Strafraum aus jeweils vielversprechender Position. Zu Beginn der fünfminütigen Nachspielzeit hatte Christopher Weißfloh noch zum 2:3 getroffen.

Vorbereiter war „Fußball-Rentner“ Martin Setzke, der einem von Hamms Keeper Stiepermann schlecht abgeklatschten Ball nachsetzte und das Rund in artistischer Manier in den Fünfmeterraum beförderte. Auch diese Szene war wie Westerhoffs Treffer zum 1:1 sehenswert.

Da es nicht mehr davon gab, blieb es eben auch bei „nur“ zwei Treffern der Spvgg.

von Olaf Krimpmann

plakat iserlohn 2018 2019

Zum Seitenanfang