bockhoffGeht der Spvgg. Erkenschwick schon vor dem Saisonstart die Puste aus? Saft- und kraftlos agierte der NRW-Ligist im Halbfinale des Cranger-Kirmes-Cups. Vor den Augen des neuen Sportlichen Leiters Stefan Blank gab es eine 2:4 (1:3)-Niederlage gegen die SG Wattenscheid 09.


 
Während der Westfalenligist damit am Samstag das Endspiel gegen Westfalia Herne bestreitet, bleibt den „Schwickern“ nur das Spiel um Platz drei. Herne hatte sich nach Toren von Krug (48.), Westphal (58.) und Lewejohann (65.) mit 3:1 gegen TuS Hordel durchgesetzt.
Erkenschwick gelang gegen Wattenscheid dabei ein guter Start. Überlegen spielten die Schwarz-Roten zunächst auf, die neben André Simon kurzfristig auch auf Thomas Falkowski und Mikola Makarchuk verzichten mussten, die allesamt von Adduktorenproblemen geplagt werden. Die Führung durch Tobias Bockhoff nach Pass von Thorben Menne (10.) hätte dem NRW-Ligisten dazu viel Selbstvertrauen geben können.
Tat sie aber nicht. Nach rund 20 Minuten hatten die quirligen und technisch gut ausgebildeten Wattenscheider das Sagen, und die Spvgg. half auch noch tatkräftig mit. Dem 1:1 (23.) ging ein erneuter Fehler von Keeper Christian Götz voraus, der einen Flankenball halbherzig im eigenen Fünfmeterraum abklatschte, dem 2:1 ein Foulspiel im eigenen Strafraum von Tim Brüggenkamp (37.).
Und als Demirbay ungestört durch die Hintermannschaft spazieren und zum 3:1 einschießen konnte (39.), schwante allen im Erkenschwicker Lager: Das wird eine schwere Kiste, dieses Spiel noch zu drehen.
Trainer Wielert hatte schon vor dem Anpfiff kein gutes Gefühl: „Irgendwie ist heute kein Leben in der Mannschaft.“ Angesichts der Ausfälle von drei Routiniers mangelte es den Erkenschwickern in der Tat an Führung. Stefan Blank meinte zur Halbzeit: „Als Torwart würde ich mir jetzt die Abwehr zur Brust nehmen.“ Doch auch dazu kam es nicht – Götz blieb in der Kabine und wurde durch Marcel Müller ersetzt.
Erkenschwick hoffte in den zweiten 45 Minuten nur kurz, als Stefan Oerterer einen Foulelfmeter in der 66. Minute nutzte und sich noch zwei, drei gute Gelegenheiten boten. In der 73. Minute aber stellte Wattenscheid den alten Abstand wieder her. Bitter dazu: Thorben Menne verletzte sich beim Kopfball und musste wie sein Gegenspieler zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Erkenschwick: Götz (46. Müller) – Schurig, Schmidt, Brüggenkamp (46. Drontmann), Talaga – Koch, Menne (62. Herold), Warncke, Batman (46. Kokot) – Oerterer, Bockhoff (46. Glembotzki)
Tore: 0:1 Bockhoff (10.), 1:1 Davuclu (23.), 2:1 Issa (37.; Foulelfmeter), 3:1 Demirbay (39.); 3:2 Oerterer (66.; Foulelfmeter), 4:2 Erdmann (73.)
So geht’s weiter: Spiel um Platz 3 (Sa., 16 Uhr): TuS Hordel -Spvgg. Erkenschwick. Finale (Sa., 18 Uhr): Westfalia Herne - SG Wattenscheid 09

Die Spvgg. Erkenschwick hat zwei Spielverlegungen in der NRW-Liga zugestimmt. Das Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen wurde um einen Tag auf Samstag, 28. August (15 Uhr), vorgezogen. Die Partie bei Rot-Weiß Essen findet am Freitag, 1. Oktober, ab 19.30 Uhr an der Essener Hafenstraße unter Flutlicht statt.

von Olaf Krimpmann

 

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