oerterer31Den Satz: „Der 14er ist frei“, wird Fabian Maas, Keeper des Niederrhein-Oberligisten VfR Krefeld-Fischeln, wohl nicht noch einmal sagen. Denn ihm und später auch seinem Kollegen Simon Gerdts hatte „der 14er“ so ordentlich eingeschenkt, dass sie dessen Namen nicht vergessen werden.

 

Stefan „Ö“ Oerterers Vierer-Pack war nicht ganz unentscheidend dafür, dass der 6:3-Testspiel-Sieg zur Saisoneröffnung der Spvgg. Erkenschwick ein Spektakel war.

 Und so fragte auch Erkenschwicks Coach Magnus Niemöller nach dem Schlusspfiff zurecht: „Was willst du mehr? Tolles Wetter und neun Tore, da war alles drin.“ Obwohl Magnus Niemöller nicht Magnus Niemöller wäre, wenn er nicht gleich nachgeschoben hätte: „Da war natürlich viel Licht und auch viel Schatten.“ Das lag aber nicht nur daran, dass der Trainer achtmal auswechselte, auch der Gast vom Niederrhein wusste streckenweise zu gefallen.

„Einem Oberligisten sechs Tore einzuschenken, muss man aber auch erst einmal machen“, wechselte Niemöller dann noch mal in den Lob-Modus. Und waberte schon vor dem Testspiel immer wieder das kleine Wörtchen „Aufstieg“ durch die heiße Luft am Stimberg, wird die Spvgg. nach dieser Partie ihre Rolle als Mitfavorit mit Sicherheit nicht losgeworden sein.

Dass die Erkenschwicker schon auf einem richtig guten Weg sind, zeigten Kleinigkeiten. So zum Beispiel, dass die frühe Führung der Gäste durch Alexander Lipinski (15.) locker abgeschüttelt wurde und Oerterer mit einem schicken Doppelpack die Partie zum 2:1 drehte (24./30).

 Auch das schnelle 2:2 nach der Pause (47.) durch Daniel Lingen kümmerte höchstens Niemöller, der doch das eine oder andere Mal lauter wurde. Denn Deniz Batmans trockener 20-Meter-Schuss in den Winkel brachte die Hausherren wieder nach vorn (61.).

Beeindruckend war dann, wie die komplette Mannschaft auf den Aussetzer von Firat Akcapinar reagierte, der Fischelns David Machnik das 3:3 praktisch auf dem Silbertablett servierte (75.). Der Nachwuchsmann wurde sofort aufgebaut und in der Schlussphase war es eben dieser Firat Akcapinar, der erst das 4:3 machte (84.), um dann nach Oerterers drittem Streich zum 5:3 (86.) auch Ö’s vierten Treffer zum 6:3 vorzubereiten (89). „So läuft das, wenn man nicht den Kopf hängen lässt, sondern einfach weitermacht“, holte sich Akcapinar gleich mal ein Sonderlob von Mannschaftskollege Deniz Batman ab. Es war der perfekte Abschluss einer starken Generalprobe vor den beiden Pokalspielen am Mittwoch beim SC Marl-Hamm und am Sonntag bei YEG Hassel.

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