wattenscheidSonntag steigt ein Spitzenspiel in der Lohrheide. Beim traditionell brisanten Duell zwischen der SG Wattenscheid 09 und der Spvgg Erkenschwick geht es in erster Linie um Punkte, ganz sicher aber auch um Wiedergutmachung für die im Hinspiel erlittene höchste Saisonniederlage (0:5).

 
Das 1:1 vom Mittwochabend in Sprockhövel steckte allen Beteiligten in der Vorbereitung auf das kommende Heimspiel noch in den Knochen. André Pawlak erhofft sich von dem erst in der Nachspielzeit doch noch realisierten Punkt eine Signalwirkung. "Dieser Punkt war nicht nur für die Tabelle, sondern auch für die Moral wichtig. Auch wenn wir kein gutes Spiel gezeigt haben, finde ich es großartig, dass die Jungs bis zum Ende an das Tor geglaubt haben."

Mit dem ersten Durchgang in Sprockhövel war Wattenscheids Trainer nicht einverstanden. "Das war nicht das Tempo und nicht das Spiel, das wir spielen wollten. Die TSG hat tief gestanden, wir haben zu wenig gezielt über die Außenpositionen agiert und standen beim 1:0 zu weit vom Gegenspieler weg. Da hat uns die Aggressivität gefehlt. Wir werden intern besprechen, wie wir das in den verbleibenden sechs Spielen besser machen."

Aus der zweiten Hälfte zog André Pawlak positivere Schlüsse ziehen. "Die TSG hatte eine Viertelstunde vor Schluss die erste Konterchance. Bis dahin haben wir sie eingeschnürt und hatten Chancen zum Ausgleich. Ich denke, dass wir dann am Drücker gewesen wären."

Keine Lizenz beantragt

Am Sonntag kommt es nun zum Duell mit der Spvgg Erkenschwick, die zwar eine gute Rolle in der Oberliga Westfalen spielt, jedoch keine Regionalligalizenz beantragt hat und deshalb ohne Erfolgsdruck aufspielen kann. Im Wattenscheider Lager hat man die bittere 0:5-Hinspielpleite abgehakt. "Das spielt in unseren Köpfen keine übergeordnete Rolle. Für uns ist das eins von sechs Endspielen", so André Pawlak.

Gegen Erkenschwick stößt Marvin Rathmann, der seine Rotsperre abgesessen hat, zum Kader. Auch Christian Melchner, der Mittwoch wegen verspäteter Ankunft am Treffpunkt draußen blieb, ist dabei. Angesichts der spannenden Ausgangslage hofft die SG 09 zum Heimspiel gegen Erkenschwick auf eine Zuschauer-Saisonbestmarke. Diese soll auch durch die Muttertags-Freikartenaktion begünstigt werden. Alle Mütter sowie deren Kinder (bis maximal 14 Jahre) erhalten am Sonntag freien Eintritt.

SG 09: Carpentier - Thamm, Andersen, Kljajic (57. Enzmann), Lehmann (76. Koitka) - Buckmaier (57. Lenz), Zajas, Sarisoy, Trisic, Grembowietz - Ersoy. - Tore: 1:0 (37.) Hope, 1:1 (90.) Lenz.

Quelle: RuhrNachrichten

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