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Höchste Sicherheitsstufe vor Wattenscheid-Gastspiel

spvgg_erkenschwickEs ist zwar nicht mehr das absolute Spitzenspiel der Oberliga Westfalen, genug Brisanz liegt aber trotzdem in der Partie Spvgg. Erkenschwick - SG Wattenscheid 09 am Sonntag (Anstoß: 14.30 Uhr, Stimberg-Stadion).


Der Spvgg. sind von der Polizei erhebliche Auflagen erteilt worden. Die allerdings nicht nur die Gäste-Fans betrifft. Offenbar werden sich am Sonntag zwischen 80 und 100 gewaltbereite Anhänger der SG 09 auf den Weg in Richtung Stimberg machen, wie Erkenschwicks Vorsitzender Hermann Silvers sagt.

Wattenscheider Fans werden daher schon bei Ankunft am Recklinghäuser Hauptbahnhof in Empfang genommen und an den Stimberg geleitet, wo in und am Stadion Polizei und ein privater Sicherheitsdienst für Ordnung sorgen. Der Stadioneingang am Vereinsheim bleibt an diesem Tage geschlossen, alle Zuschauer müssen den Haupteingang an der Engelbertstraße nehmen. An den Kassen werden zudem strenge Kontrollen durchgeführt, um das Einbringen von so genannten „Bengalos“ oder Wurfgeschossen zu unterbinden. Auch die eigenen Anhänger stehen am Sonntag unter Beobachtung.

Zuletzt war eine Gruppe beim Auswärtsspiel in Ennepetal auffällig geworden, als nach einem versuchten „Fahnenraub“ ein Polizeiaufgebot die Situation im Bremenstadion sichern musste. „Wir werden genau hinhören und gegen alle, die beleidigend oder sogar gewalttätig werden, hart durchgreifen“, gibt Hermann Silvers vorab bekannt und droht die Verhängung von Stadionverboten an: „Wir haben keinen Platz für Rassisten und Krawallmacher. Wer sich nicht an die Ordnung hält, ist raus aus dem Geschäft.“

Bereits in dieser Woche haben Mannschaft und Trainer-Team das Gespräch mit den in Ennepetal auffällig gewordenen Anhängern gesucht, deren Aktion offenbar bestens mit Bildern dokumentiert ist. Hermann Silvers baut danach auf Einsicht dieser Zuschauer: „Dass wir offenbar gerade einen schweren Stand bei den Schiedsrichtern habe, kommt wohl nicht von ungefähr.“

Von Olaf Krimpmann