Chancenwucher wird bestraft: Spvgg. unterliegt dem ASC
Die Spvgg. Erkenschwick muss eine bittere Heimniederlage hinnehmen. Trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen unterlag die Stimberg-Elf dem ASC 09 Dortmund mit 0:1. Ein hervorragend ausgespielter Konter der Gäste entschied die Partie.
Vor 305 Zuschauern im Stimberg-Stadion erwischte die Spvgg. Erkenschwick an einem grauen Herbstnachmittag den besseren Start und setzte den ASC 09 Dortmund von Beginn an unter Druck. Bereits in der 10. Minute lag die Führung in der Luft, als Matena eine Flanke von Inan auf das Tor köpfte. ASC-Keeper Nickel reagierte jedoch stark und verhinderte den frühen Rückstand seiner Mannschaft. Nach einer Viertelstunde musste Erkenschwick zudem verletzungsbedingt wechseln. Für den angeschlagenen Jamie Nwofor kam Heisinger in die Partie. Gute Besserung, Jamie!
Die Gastgeber blieben spielbestimmend und erspielten sich weitere gute Möglichkeiten. Inan setzte einen Freistoß aus rund 17 Metern knapp am linken Pfosten vorbei (25.). In der Folge drängte die Stimberg-Elf den ASC zunehmend in die eigene Hälfte und fand immer wieder Räume, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Auch eine mögliche Elfmeterentscheidung nach einem Foul an Berzen blieb aus, ehe Andreas Ovelhey für ein taktisches Foul die Gelbe Karte sah.
In der Schlussphase des ersten Durchgangs häuften sich die Chancen der Schwicker. Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam Micha West aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch erneut war Nickel zur Stelle (42.). Nur eine Minute später lenkte der ASC-Schlussmann einen direkt auf das Tor gezogenen Eckball von Inan gerade noch über die Latte. Auch Schultz kam aus elf Metern zum Abschluss, setzte den Ball jedoch zu harmlos auf das Tor (44.).
Die größte Möglichkeit vor der Pause hatte schließlich Heisinger. Aus spitzem Winkel traf er von der rechten Seite die Latte, von wo der Ball ins Seitenaus sprang (45.). So ging es torlos in die Kabinen. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Spvgg. Erkenschwick aufgrund ihrer zahlreichen Möglichkeiten längst führen können.
Ein Konter entscheidet die Partie
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen. In der 55. Minute musste Erkenschwicks Torhüter Müller bei einem Schuss von Vaitkevicius mit der Pike erstmals ernsthaft eingreifen und parierte stark. Auf der Gegenseite bot sich Matena nach einer hervorragenden Flanke von Berzen die nächste Gelegenheit. Seine Direktabnahme aus der Drehung am Fünfmeterraum ging jedoch knapp über das Tor (59.).
Dann folgte der bittere Moment aus Sicht der Gastgeber: In der 64. Minute spielte der ASC 09 Dortmund einen Konter über drei Stationen mustergültig aus. Am Ende war es Vaitkevicius, der den Angriff erfolgreich abschloss und die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Eine starke Aktion der Dortmunder, die damit den Spielverlauf auf den Kopf stellte.
Die Spvgg. Erkenschwick ließ sich davon allerdings nicht entmutigen und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Friedrich verfehlte das Tor mit einem Schuss aus spitzem Winkel nur knapp (72.), ehe Nickel einen Kopfball von Ovelhey mit einer starken Parade entschärfte (73.).
Was sich wenig später im Strafraum des ASC abspielte, war aus Erkenschwicker Sicht kaum zu fassen: Nach einer Flanke von Inan herrschte Chaos vor dem Dortmunder Tor. Friedrich kam in aussichtsreicher Position zum Kopfball, doch die Gäste klärten zur Ecke (76.). Nach dem kurz ausgeführten Standard kam West zum Abschluss, sein Versuch wurde geblockt. Bei den anschließenden zwei Kopfbällen der Schwicker klärten die Dortmunder gleich zweimal auf der Linie (77.). Der Ausgleich lag in diesen Momenten förmlich in der Luft, wollte aber einfach nicht fallen.
Dass die Gäste zu diesem Zeitpunkt noch immer führten, war angesichts der Vielzahl an Erkenschwicker Möglichkeiten kaum zu glauben. Stattdessen hätte der ASC die Partie in der 87. Minute beinahe entschieden. Nach einem weiteren schnellen Gegenstoß setzte sich Camprobin gegen drei Verteidiger durch und legte clever auf einen mitgelaufenen Mitspieler ab. Dessen Abschluss konnte Jordan in höchster Not zur Ecke klären.
Auch in der Nachspielzeit gab sich die Stimberg-Elf nicht geschlagen. Matena kam in der 92. Minute aus fünf Metern zum Kopfball, setzte diesen jedoch zu zentral. Nickel hielt erneut und sicherte seiner Mannschaft damit den knappen Vorsprung.
Bittere Niederlage trotz klarer Chancenüberlegenheit
Nach 95 Minuten war Schluss. Für die Spvgg. Erkenschwick bleibt eine äußerst ärgerliche 0:1-Heimniederlage, bei der deutlich mehr möglich gewesen wäre. Über weite Strecken hatte die Stimberg-Elf den ASC gut im Griff und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Torchancen. Doch während die Schwicker ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten, reichte den Gästen ein hervorragend ausgespielter Konter zum Sieg. Am Ende gewann an diesem Nachmittag nicht unbedingt die bessere, sondern die effektivere Mannschaft. Für Erkenschwick ist das Ergebnis angesichts des Spielverlaufs besonders bitter. Ein Unentschieden, wenn nicht sogar ein Heimsieg, wäre angesichts der Chancen durchaus verdient gewesen.
Spvgg Erkenschwick
1. Mannschaft
ASC 09 Dortmund
1. Mannschaft
