ESV nimmt einen Punkt aus Vreden mit
Schwicker zeigen gute Kombinationen, müssen sich nach Führung aber mit einem 1:1 zufriedengeben
Fast schon traditionell wurde es auch an diesem Sonntagnachmittag ordentlich nass, als die Spvgg. Erkenschwick im Hamaland-Stadion bei der Spvgg. Vreden gastierte. Rund 300 Zuschauer verfolgten die Oberliga-Partie auf einem ohnehin schon tiefen Platz. Spätestens nach dem heftigen Starkregen in der Halbzeitpause wurden die Bedingungen für beide Mannschaften noch einmal deutlich schwieriger. Am Ende trennten sich die beiden Spielvereinigungen mit 1:1.
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und sorgten in den ersten Minuten gleich mehrfach für Gefahr vor dem Erkenschwicker Tor. Unsere Schwicker überstanden die Anfangsphase jedoch unbeschadet und fanden anschließend immer besser in die Partie. In der sechsten Minute bot sich die erste große Gelegenheit zur Führung: Nach einer starken Vorarbeit kam Schultz im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss wurde allerdings noch geblockt. Wenig später versuchte es Lubkoll aus spitzem Winkel, doch der Vredener Schlussmann war mit dem Fuß zur Stelle.
In der 26. Minute belohnte sich unsere Mannschaft schließlich für die gute Phase. Friedrich verlängerte den Ball in den Strafraum, wo Lubkoll goldrichtig stand und per Kopf zur 1:0-Führung einnetzte. Nur zwei Minuten später tauchte Schultz erneut gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, konnte den Keeper diesmal aber nicht überwinden. So ging es mit einer verdienten Führung für unsere Schwicker in die Kabine.
Starkregen erschwert die Bedingungen
Während der Pause öffneten sich die Himmelsschleusen komplett. Rund zehn Minuten lang prasselte der Regen kräftig auf den Platz, der dadurch noch tiefer und schwieriger zu bespielen wurde. Im zweiten Durchgang entwickelte sich deshalb zunehmend das erwartete Kampfspiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten.
Trotz der widrigen Bedingungen gelang es unseren Schwickerinnen und Schwickern, immer wieder spielerische Akzente zu setzen. In der 62. Minute probierte es Inan aus der Distanz, rutschte beim Abschluss allerdings weg und setzte den Ball deutlich am Tor vorbei.
Zehn Minuten später zeigte die Spielvereinigung dann einen sehenswerten Konter. Karagüzel behielt auf der Außenbahn die Übersicht und verlagerte das Spiel mit einem präzisen Pass auf die andere Seite. Dort setzte Schultz zu einem starken Dribbling in den Strafraum an. Sein Zuspiel erreichte Lubkoll, dessen direkter Abschluss vom Vredener Torhüter zur Ecke abgewehrt wurde. Es war eine der besten Möglichkeiten im zweiten Durchgang, die Führung auszubauen.
Vreden schlägt spät zurück
Die Gastgeber blieben jedoch gefährlich und kamen in der 80. Minute durch einen Distanzschuss zu einer guten Gelegenheit. Reck reagierte stark und parierte den Abschluss mit dem Fuß. Zwei Minuten später war aber auch unser Schlussmann machtlos: Robin Schultealbert traf in der 82. Minute zum 1:1-Ausgleich.
In der Schlussphase wurde es zunehmend hitzig. Trainer Nassir Malyar sah nach wiederholten Protesten gegen die Schiedsrichterentscheidungen kurz vor dem Ende die Ampelkarte. Auch in der Nachspielzeit blieb die Partie umkämpft, wobei die Begegnung zunehmend an Ruhe verlor.
So blieb es nach intensiven 90 Minuten beim 1:1. Unsere Schwicker zeigten über weite Strecken eine gute Leistung, überzeugten insbesondere im ersten Durchgang mit den besseren Torchancen und ließen auch nach dem Seitenwechsel trotz der schwierigen Platzverhältnisse immer wieder ihr spielerisches Potenzial aufblitzen. Weil Vreden spät ausgleichen konnte, steht am Ende eine Punkteteilung, mit der beide Mannschaften angesichts des Spielverlaufs leben können.
SpVgg Vreden
1. Mannschaft
Spvgg Erkenschwick
1. Mannschaft
