Späte Aufholjagd bleibt unbelohnt
Späte Aufholjagd bleibt unbelohnt: Schwicker unterliegen in Hiltrup mit 1:2
Die Spvgg. Erkenschwick musste sich beim TuS Hiltrup trotz einer starken Schlussoffensive mit 1:2 geschlagen geben. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem verschossenen Elfmeter liefen die Schwicker lange einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Ben Berzen sorgte in der Schlussphase noch einmal für Spannung, doch der verdiente Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.
Die Partie begann denkbar ungünstig für die Schwicker. Bereits in der dritten Spielminute brachte Bußmann die Gastgeber früh in Führung. Auch in der Folge hatte Hiltrup zunächst mehr vom Spiel und erwies sich als unangenehmer Gegner, der viele Zweikämpfe provozierte und die Partie dadurch zunehmend nickelig gestaltete.
Nach rund 20 Minuten kam die Spvgg. besser in die Begegnung und verzeichnete gleich zwei gute Möglichkeiten. Zunächst wurde ein abgefälschter Schuss von Schultz zur Ecke geklärt. Nach dem anschließenden Standard kam Ofori nach einer Flanke aus kurzer Distanz frei vor dem Tor zum Abschluss, konnte den Ball jedoch nicht sauber verarbeiten.
Nur wenig später bot sich den Schwicker die große Chance zum Ausgleich. Nachdem Ofori im Strafraum zu Fall gebracht worden war, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Mike Jordan übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch an Hiltrups Schlussmann Büsken, der den halbhohen Schuss mit einem hochgerissenen Arm zur Ecke abwehren konnte.
Statt des möglichen 1:1 folgte nur drei Minuten später der nächste Rückschlag. Diksic setzte sich durch und erhöhte in der 25. Minute auf 2:0. Für die Schwicker war es ein bitterer Spielverlauf, zumal Hiltrup keineswegs übermäßig dominant auftrat, seine Chancen aber konsequent nutzte.
Noch vor der Pause reagierte die Spvgg. mit zwei Wechseln: Matena kam für Karagüzel, Inan ersetzte Demir. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde es nach einem Fehlpass im Spielaufbau von Ovelhey noch einmal gefährlich. Hiltrup kam zu einem guten Abschluss, der nur knapp am Lattenkreuz vorbeiging. So ging es mit einem aus Schwicker Sicht enttäuschenden 0:2 in die Kabinen.
Schwicker erhöhen nach der Pause den Druck
Nach dem Seitenwechsel musste die Spvgg. zudem verletzungsbedingt den Torwart wechseln. Für Niklas Alter, dem an dieser Stelle gute Besserung gewünscht sei, kam Reck ins Spiel.
Die Schwicker zeigten sich nun deutlich verbessert und arbeiteten am Anschlusstreffer. In der 50. Minute legte Lubkoll eine Flanke auf Inan ab, der sich gegen einen Gegenspieler durchsetzte und aus halblinker Position abschloss. Büsken war jedoch zur Stelle und verhinderte den Treffer. Fünf Minuten später verfehlte Ovelhey das Tor nach einer Ecke nur knapp.
Erkenschwick blieb dran und drängte Hiltrup zunehmend in die Defensive. In der 65. Minute zwang Heisinger den gegnerischen Torhüter mit einem guten Schlenzer zu einer starken Parade. Kurz darauf musste Jordan auf der Gegenseite bei einem Konter gegen den durchgebrochenen Ojo in höchster Not eingreifen.
Die Schwicker ließen sich davon nicht entmutigen und kamen zu weiteren Möglichkeiten. In der 73. Minute schien der Anschlusstreffer überfällig, doch Ovelheys Kopfball wurde noch auf der Torlinie geklärt. Hiltrup verteidigte mit großem Einsatz, während die Spvgg. immer mehr Druck entwickelte.
Berzen sorgt für eine spannende Schlussphase
In der 84. Minute belohnte sich Erkenschwick schließlich für die Bemühungen. Nach einer Kopfballverlängerung von Ovelhey nahm Ben Berzen den Ball aus rund neun Metern volley und ließ Büsken keine Chance. Der Anschlusstreffer zum 1:2 leitete eine turbulente Schlussphase ein.
Nur Augenblicke später bot sich bereits die große Gelegenheit zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Nugajev nahm Jordan den Ball direkt, traf ihn jedoch nicht richtig, sodass die Kugel rechts am Tor vorbeiging.
Die Schwicker warfen nun alles nach vorne. Auch nach einer weiteren Ecke musste Büsken eingreifen und den Ball aus der Gefahrenzone fischen. Auf der anderen Seite hätte Hiltrup mit einem Konter beinahe für die Entscheidung gesorgt, doch der Abschluss ging knapp am linken Pfosten vorbei.
In der Nachspielzeit versuchte Ovelhey noch einmal, sich durch die gegnerische Abwehr zu tanken. Sein Abschluss aus rund 13 Metern ging allerdings deutlich über das Tor. Kurz darauf musste Hiltrups Brall nach einem Foul und einem anschließenden Schubser gegen Ovelhey mit Gelb-Rot vom Platz.
Am Ende blieb es beim 2:1 für den TuS Hiltrup. Die Spvgg. Erkenschwick zeigte nach dem Seitenwechsel eine deutliche Leistungssteigerung und hätte sich angesichts der zahlreichen Chancen in der zweiten Hälfte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Doch der verschossene Elfmeter und die schwache erste Halbzeit wogen am Ende zu schwer. Die späte Aufholjagd kam letztlich zu spät, um noch Zählbares mitzunehmen.
TuS Hiltrup
1. Mannschaft
Spvgg Erkenschwick
1. Mannschaft
